Petze! Wie unsere Daten auf Abwege geraten
1. Jul 2008 von Sebastian
Schon im Kindergarten bekam ich gesagt, das Petzen blöde Menschen sind. Das trifft zwar nur bedingt zu, aber wenn Ärzte bald ihre Patienten verpetzen sollen, wenn diese Krankheiten selbstverschuldet haben (durch Tatoos, Piercings etc.), dann finde ich dies falsch[1]. Ein Arzt ist eine Vertrauensperson, und die ärztliche Schweigepflicht sollte tief reichen. Sicher gibt es sinnvolle Ausnahmen wie Seuchen, aber die Ärzte als Schnüffelinstrument der Versicherungen zu machen finde ich falsch.
Aber nicht nur Ärzte sollen zu Petzen werden, auch die EU petzt munter unsere Daten zum großen Bruder über den großen Teich [2]. Den Guardian zufolge verhandelt die EU gerade mit den USA über einen Datenaustausch. Dabei werden Internet- und Kreditkartennutzung und das Reiseverhalten von EU-Bürgern an die USA weitergeleitet. Natürlich um “Terroristen” besser fangen zu können. Wieviel Überwachung lassen wir uns eigentlich gefallen? Glaubt eigentlich auch nur eine Person, dass die USA tatsächlich böse Terroristen fasst, die tatsächlich reale Anschläge in westlichen Ländern planen? Oder dass die Terrorismusfahndung die einzige Intention dieser globalen Überwachung ist?
Was für eine Welt,
Sebastian
[1] – http://www.heise.de/newsticker/Datenschuetzer-kritisieren-aerztliche-Meldepflicht-von-Piercings-und-Tattoos–/meldung/110217
[2] – http://www.heise.de/newsticker/FBI-will-mehr-private-Daten-von-EU-Buergern–/meldung/110158









