Spitzel-Affäre Telekom, ist unser Datenschutz zu lasch?
31. Mai 2008 von Sebastian
Über die aktuelle Bespitzelungsaffäre bei der Telekom regen wir uns sicher alle auf. Wie immer sind auch einige Politiker sofort am Start und drängen zu neuen Gesetzen und Maßnahmen. So fordern Teile der Union und mein Lieblingspolitiker Schäuble schärfere Datenschutzmaßnahmen. Schäuble hat aus diesem Grund erst einmal ein Treffen der großen Konzerne einberufen, wobei die meisten der Konzerne abgesagt haben.
Ich frage mich wozu ein solches Treffen, oder die Forderungen nach weiteren Datenschutzmaßnahmen, nötig sein sollen? Was die Herren der Telekom gemacht haben war illegal! Da braucht es keine freiwilligen Vereinbarungen oder Treffen mehr. Es ist nicht erlaubt, und wer dies missachtet gehört bestraft. Ich treffe mich doch auch nicht mit meinem Nachbar und vereinbare mit ihm, dass wir unsere Häuser nicht gegenseitig in Brand stecken wollen.
Interessant wird das ganze, wenn ich einmal Heise-Online zitiere: “Laut Schäuble ist auch zu klären, ob zusätzliche “institutionelle Vorkehrungen” in den Unternehmen möglich seien und ob es gesetzlichen Handlungsbedarf gebe.”.
Aha, weitere Vorkehrungen. Vielleicht sammeln wir die TK-Daten der Kunden lieber nicht mehr bei der Telekom, sondern in der Staatssicherheitszentrale Bundesabhörzentrale? Man lese hierzu meinen Blogeintrag 2 vor diesem.
Ich wünsche einen sonnigen Samstag
[1] - http://www.heise.de/newsticker/Datenschutz-Schaeuble-draengt-auf-Selbstverpflichtung-der-Telecom-Branche–/meldung/108771









